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Rechnerische Simulation des Pendelschlagversuches unter Berücksichtung der Resttragfähigkeit von ESG

Durch den Einsatz von nichtlinearen Berechnungsmethoden können Glasscheiben aus statischen Gründen dünner dimensioniert werden. Zudem sind bereits Ansätze vorhanden, die Verbundfolie bei einem Verbundsicherheitsglas als statisch tragfähig anzusetzen, was eine Widerstandserhöhung gegen statische Lasten bedeutet. Scheiben mit der Funktion der Übernahme einer Absturzsicherung sind dagegen in der Regel versuchstechnisch und damit kostenintensiv auf Ihre Tauglichkeit zu überprüfen, obwohl bereits Berechnungsmethoden bestehen.

Das Forschungsvorhaben beschäft sich mit der Parameterermittlung für den Fall, dass während eines Anprallvorgangs auf eine Verglasung aus ESG die Verglasung zerstört wird. Der Glasbruch erzeugt einen Steifigkeitsverlust und daraus resultierend eine Zunahme der Verformungen. Zudem werden aber durch die Steifigkeiten der Folie und die Verbundwirkung von der intakten Scheibe zur gebrochenen Scheibe Steifigkeitsreserven aktiviert. Die Erarbeitung einer möglichen rechnerischen Erfassung des Vorganges während des Bruchvorganges ist Hauptbestandteil der Forschung.

Ziel soll eine optimierte Ausnutzung der Verglasung im Lastfall „Anprall durch Personen“ darstellen und damit eine mögliche Glasdickenreduzierung ermöglichen.

Bearbeiter: Dipl.-Ing. Christoph Müller de Vries