Verbundträgerdecken

Großversuch zum Einfluss nichttragender Ausbauelemente auf das Schwingungsverhalten weitgespannter Verbundträgerdecken

Für die Dimensionierung weitgespannter Verbundträger in Deckenkonstruktionen für Büro-, Wohn- und Hotelgebäuden wird gegenwärtig in der Regel der Nachweis eines ausreichenden Schwingungsverhaltens maßgebend. Zu untersuchen sind hierbei primär die durch gehende Menschen induzierten Schwingungen.

Auf das Schwingungsverhalten einer solchen Deckenkonstruktion haben nichttragende Elemente wie Doppelböden und nichttragende Wände erfahrungsgemäß einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss. Sie reduzieren die Schwingungen erheblich. Untersucht ist dieser Einfluß der nichttragenden Elemente jedoch kaum.

Dies hat zur Folge, dass beim Tragwerksentwurf sehr konservative Annahmen hinsichtlich deren Wirkung getroffen werden müssen. Diese konservativen Annahmen führen zu einer nicht optimalen Ausnutzung der Konstruktion.

Eine systematische Untersuchung der Wirkung nichttragender Elemente auf das Schwingungsverhalten weitgespannter Verbundträger, welche somit zu einer deutlich wirtschaftlicheren Dimensionierung führt, soll anhand eines mehrgeschossigen 1:1 Modells untersucht werden.

Hierzu wurde ein 1:1 Modell eines typischen Wohnung- bzw. Bürogeschossbaus in Verbundbauweise errichtet, mit der erforderlichen Sensorik ausgestattet. Anschließend wurden an diesem Modell verschiedene Ausbau- sowie Belastungsszenarien messtechnisch aufgenommen und einer weiteren Untersuchung zugänglich gemacht.

Weitere Informationen:

Forschungsthema: Ein Beitrag zur Modellierung des Schwingungsverhaltens schlanker Deckentragwerke unter fußgängerinduzierter Anregung

Der Versuchsbericht „Großversuch zum Einfluss nichttragender Ausbauelemente auf das Schwingungsverhalten weitgespannter Verbundträgerdecken“ ist im Eigenverlag des FG Statik und Dynamik der TU Darmstadt erschienen und kann für einen Umkostenbeitrag von 10€ am Fachgebiet bezogen werden.